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Đào Lê DuyVertriebsaufbau in Vietnam

Vertriebsaufbau in Vietnam · Đào Lê Duy

Verkaufspreise in Vietnam: Bleibt nach allen Kosten eine Marge?

Rechnen Sie nicht vom Regalpreis direkt auf Ihren Gewinn. Klären Sie zuerst, wer an wen verkauft und welche Beträge tatsächlich bei welcher Partei verbleiben. Das Beispiel zeigt einen vereinfachten Deckungsbeitrag eines lokalen Distributors, nicht den Gewinn des Exporteurs oder verbindliche Konditionen vietnamesischer Händler.

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Đào Lê Duy
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Drei Ebenen sauber trennen

Verkauf an den Händler

Verwenden Sie den geplanten Rechnungsbetrag der betrachteten Partei. Ein Endkunden-Regalpreis ist keine Einnahme des Exporteurs.

Kosten und Abzüge

Jede Position benötigt Grundlage, Zahler und Zeitpunkt. Mengenrabatte, Marketing und Retouren nicht doppelt abziehen.

Vorfinanzierung

Positive Stückrechnung bedeutet nicht verfügbare Liquidität. Ware und Leistungen können bezahlt werden, bevor Kundenzahlungen eintreffen.

Zölle, Steuern, Erstattungsmöglichkeiten, Ursprung und technische Anforderungen werden für das konkrete Produkt fachlich geprüft. Dieses Arbeitsblatt enthält keine Steuer- oder Zollberechnung und ersetzt sie nicht.

Rechenbeispiel: ein Distributor, ein Produkt

Alle Beträge in der folgenden Tabelle sind frei gewählte Recheneinheiten. Sie sind weder Marktpreise noch typische Handelsrabatte. Gemeinkosten, Ertragsteuern, Finanzierungskosten und weitere mögliche Kosten sind noch nicht enthalten.

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Fiktive Stückrechnung — nicht auf Kundenkonditionen übertragen
Position pro StückAnnahmeRechenweg
Rechnungsbetrag an den Händler100Geplante Einnahme vor den untenstehenden Abzügen
Vereinbarter Handelsabzug10Nur einmal abziehen; Bezugsgröße prüfen
Erlös nach Handelsabzug90100 − 10
Produkt- und Anlieferkosten50Vereinfachte Kostenannahme, keine Zollberechnung
Weitere variable Kosten5Beispiel: anteilige Abwicklung
Marketing je verkauftem Stück8Nur für diese Beispielrechnung
Planwert für Retouren und Service3Planannahme, keine handelsrechtliche Bewertung
Deckungsbeitrag je verkauftem Stück2490 − 50 − 5 − 8 − 3
Deckungsbeitragsquote26,7 %24 ÷ 90; keine Nettogewinnmarge

Ersetzen Sie jede Annahme durch ein geprüftes Angebot oder eine bestätigte Vertragsbedingung. Derselbe Kostenposten darf nicht bereits im Einkaufspreis stecken und später nochmals abgezogen werden.

Absatzrisiko und Liquidität sichtbar machen

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Fiktive Szenarien — Ergebnis vor weiteren, noch nicht erfassten Kosten
SzenarioAbsatz / einmalige StartkostenVereinfachtes Ergebnis
Niedriger Absatz100 Stück / 3.000100 × 24 − 3.000 = −600
Mittlerer Absatz200 Stück / 3.000200 × 24 − 3.000 = 1.800
Höherer Absatz300 Stück / 3.000300 × 24 − 3.000 = 4.200

Bei diesen konstanten Annahmen decken 125 verkaufte Stück die einmaligen Startkosten. Das ist keine Absatzprognose. Ungenutzter Bestand bleibt ein eigener Finanzierungs- und Bewertungsaspekt.

Separates Liquiditätsbeispiel: 300 eingekaufte Stück zu 50 plus 3.000 vorausbezahlte Startkosten ergeben 18.000 Vorabzahlungen, wenn bis dahin keine Kundenzahlungen eingehen. Das ist nur eine Untergrenze der betrachteten Auszahlungen; weitere Gebühren, Steuern, variable Ausgaben, Zahlungsziele und Rückflüsse müssen nach tatsächlichem Zeitpunkt ergänzt werden.

Was eine belastbare Preisprüfung benötigt

Benötigt werden Produkt und Lieferkondition, Angebote, die genaue Rolle jeder Partei, Rabatte mit Bezugsgröße, Aktionskosten, Rücknahmebedingungen und Zahlungszeitpunkte. Beratung kann diese Eingaben strukturieren und Varianten vergleichen. Import-, Steuer- und Rechtsfragen sowie verbindliche Handelsbedingungen bleiben fachlich zu bestätigen.

Ist das die Marge meiner Marke?

Nein. Das Beispiel betrachtet den lokalen Distributor. Exporteur, Distributor und Händler benötigen getrennte Rechnungen mit ihren jeweiligen Zahlungsströmen.

Wie hoch sind übliche Handelsabzüge?

Hier wird kein allgemeiner Satz vorgegeben. Nutzen Sie die tatsächliche, schriftlich bestätigte Kondition des jeweiligen Partners und prüfen Sie ihre Bezugsgröße.

Kann ein positiver Deckungsbeitrag mit Liquiditätsproblemen zusammenfallen?

Ja, im Rechenmodell können Zahlungen zeitlich vor den Einnahmen liegen. Erstellen Sie deshalb zusätzlich eine Periodenplanung und berücksichtigen Sie den gesamten vereinbarten Zahlungsablauf.

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